Leonard Nimoy – Wenn Science und Fiction verschmelzen

Fox

Nimoy in Fringe, (c) Fox

#SciFiStuffy Nr. 1

Leonard Nimoy war wohl der Inbegriff des Zusammenhalts von Science und Fiction, von Wissenschaft und Kunst, von Wissen und Glaube. Um ihn trauern nicht nur seine Familie, Millionen Fans, zahlreiche Film-Kollegen und Hollywood-Bekannte, ihn verabschieden Wissenschaftler mit berührenden Gesten – auch aus dem All. Weil sie nicht nur die ikonische Rolle des spitzohrigen und -findigen Spock aus Raumschiff Enterprise vor Augen haben, sondern einen Künstler, der sich sein Leben lang in verschiedensten Kunstformen mit Identität, Unendlichkeit und Entdeckung auseinander gesetzt hat. Zahlreiche NASA-Angestellte fühlten sich durch ihn inspiriert. Das Star Trek-Franchise startete 1966, also etwa in der Zeit, als meine Eltern auf die Welt kamen. Nimoy war damals 35. Er selbst hatte die Idee für den vulkanischen Gruß, der nun nach seinem Ableben einmal mehr um die ganze Welt geht – bis in den Weltraum, von wo aus sich Astronaut Terry W. Virts verabschiedet.

Ich habe, wenn es hoch kommt, bloß eine Handvoll Star Trek-Episoden und einen der Filme mit Originalbesetzung gesehen. Die Science Fiction betreffend hab ich mich bisher hauptsächlich mit Körper-invasiver Zukunftstechnologie und terrestrischen Dystopien auseinandergesetzt. Doch der unbändigste Entdeckergeist liegt wohl in der Erforschung der Unendlichkeit des Weltraums. Kaum ein zweites Phänomen der Popkultur steht dafür ein wie das Raumschiff Enterprise. Ich bin der Meinung, ich muss nicht viel des Franchise gesehen haben, um den Mythos nachvollziehen zu können und zu mögen.

Ein konkreter Fakt dieser wundervoll aufbereiteten Reise im Planetarium wird mich nicht mehr loslassen. Reisen wir mit Lichtgeschwindigkeit von der Erde los, dauert es eine Sekunde zum Mond. Bis zu den Planeten dauert es teils mehrere Minuten, doch sind wir an Pluto vorbei, kommt erst einmal acht Jahr lang absolut nichts (für’s Auge). Diese scheinbare Unendlichkeit und unser begrenztes Wissen sind nicht erdrückend, sondern befreiend – es gibt so viel mehr da draußen als unser Leben und unser Denken. Die Konsequenz, die ich daraus ziehe: Begegne deinem Leben und dem Moment mit Respekt, aber nimm dich nicht zu ernst und höre nicht auf, weiterzusuchen und neugierig zu sein. Leonard Nimoys letzter Tweet seines Accounts vor der Todesnachricht berührt:

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